Ev.-luth. Kirchenkreis Stolzenau-Loccum

 Hier erscheinen in unregelmäßigen Abständen die von den Pastorinnen und Pastoren unseres Kirchenkreises veröffentlichten Andachten in der Tageszeitung.

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Von Pfarrer Christoph Konjer, kath. St. Christopherus Kirchengemeinde

 

Oster-Freude

 

Christen weltweit und in unserer Gegend haben gerade Ostern gefeiert. Ein so großes Fest, dass man es gar nicht mit einem Tag bewenden kann. Deutschland kennt den zweiten Feiertag, den Ostermontag. In der Kirche wird sogar eine Woche lang dieses Hochfest begangen und als „Oktav“ gefeiert. Bis zum „Weißen Sonntag“, an dem oft klassisch die Erstkommunion gefeiert wird. Auch in den Kirchen unserer evangelischen Schwestern und Brüder wird vielfach in den kommenden Wochen die Konfirmation gefeiert. Die einen haben schon kräftig mit Familie, Freunden und der Gemeinde gefeiert, die andern sind noch voller Vorfreude. Auch wenn Schüler und manche andere eher weniger Freude haben, da die Ferien gerade vorbei sind. Doch der Grund, warum es überhaupt Osterferien gibt, ist es, der wahre Freude schenken will. Ostern. Auferstehung Jesu Christi. Der Tod ist tot, das Leben lebt. Das feiern die Christen, wenn sie Ostern begehen. Dass Jesus Christus nach seinem menschlichsten Weg des Leidens und Sterbens bis an Kreuz und ins Grab gegangen ist. Aber am Ostermorgen das Licht der Auferstehung leuchtet, denn Gott hat seinen Sohn nicht im Tod gelassen. Durch ist auch uns Hoffnung auf ewiges Leben geschenkt. Wenn das kein Grund zur Freude ist. Für alle Christen wirkt hoffentlich die Freude von Ostern noch fort. Seit Ostern haben wir allen Grund uns zu freuen. Das Leben hat den Tod besiegt, Gott hat Jesus auferweckt, wir feiern Auferstehung. Das ist mehr als die Freude der Kinder über gesuchte und gefundene Ostereier, über schulfrei und Osterurlaub. Die gehört aber auch dazu. Denn Klein und Groß, alle haben tiefen, echten Grund zur Freude. Gerade die, denen sonst eher gar nicht zum Freuen zumute ist, die freudlos und traurig sind. Da gibt es leider oft genug Anlässe zu. Anschläge auf koptische Christen und Kirchen in Ägypten, Terror, Flucht und Krieg weltweit. Aber oft erschreckend nah, wie beim Anschlag auf den Bus einer Fußballmannschaft in unserem Land oder den Auto-Attentaten gleich an mehreren Orten in den letzten Wochen. In aller Not brauchen wir uns nicht allein wissen, da Gott in seinem Sohn Jesus auch dem Leid nicht ausgewichen ist, sondern es selbst getragen und erlitten hat. Ostern kann alle Trauer und Leid wandeln. Nicht wegnehmen, aber in allem doch den österlichen und hoffnungsvollen Blick geben. So wie in trostloser kahler Natur jetzt in der Zeit des Frühlings junges Grün und blühende Frühlingsboten sprießen. Das alles und noch viel mehr kann Grund zum Freuen sein, kann eine Zeit der Freude sein oder werden. In diesem Sinn allen eine gesegnete österliche Zeit und viel Freude!

 Ihr

Christoph Konjer

 

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Hier können Sie noch einmal ältere Andachten nachlesen...