Ev.-luth. Kirchenkreis Stolzenau-Loccum

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Kindergottesdiensttag in der Regenbogenschule

 Am 17. September trafen sich in der Stolzenauer Regenbogenschule mehr als 50 Kinder aus den Gemeinden des Kirchenkreises zum diesjährigen Kindergottesdiensttag.

 Im Mittelpunkt der Begrüßungsandacht, in der viel gesungen wurde, stand die Geschichte vom Zug des Volkes Israel durch das Schilfmeer und vor allem von Miriam, der Schwester des Mose, die danach zur Pauke spielte und mit den anderen Frauen die große Tat Gottes besang. Im Anschluss daran bauten alle Kinder mit großer Begeisterung verschiedene Geräuschinstrumente, die später zum Einsatz kommen sollten.

 Nach dem Mittagessen wurden ihnen unter fachkundiger Anleitung Trommeln, Blasinstrumente und Handglocken vorgestellt, die sie auch ausprobieren durften. Außerdem wurden Lieder des Kindermusicals eingeübt, das zum Reformationsjubiläum aufgeführt werden wird, und auf dem Schulhof wurde die Geschichte von Miriam getanzt.

 In der Abschlussandacht, an der auch die abholenden Eltern teilnahmen, ging es noch einmal um die Geschichte von Miriam, die nun mit den am Vormittag gebastelten Instrumenten vertont wurde. Bei allem waren die Kinder mit großer Begeisterung dabei, und auch diejenigen, die diesen Tag vorbereitet und durchgeführt haben, hatten viel Spaß.

 Ein besonderer Dank gebührt der Musikstiftung des Kirchenkreises, die diesen Tag finanziell und organisatorisch unterstützt hat!

 Text und Fotos Siegmund Kricheldorf


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Bild: KK Stolzenau-Loccum

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Bild: Beate Ney-Janssen

Reformation auch jungen Menschen vermitteln

 LOCCUM (jan). „Mit Martin Luther auf dem Weg“ ist der Titel eine Tages zur Religionspädagogik im Hinblick auf das Luther-Jahr 2017 gewesen, der vom Kirchenkreis Stolzenau-Loccum angeboten wurde.

„Für uns ist das fast schon der Auftakt zum Reformationsjubiläum“, sagt Ingrid Goldhahn-Müller, Superintendentin im Kirchenkreis. Auch wenn es noch einige Wochen dauert, bis die Aktionen zu „500 Jahre Reformation“ am Reformationstag starten, ist dieser religions-pädagogische Tag doch schon eine sehr zielgerichtete Vorbereitung auf ein Jahr, das im Zeichen Martin Luthers stehen soll.

Spuren der Reformation im Kloster suchen, geistliche Volkslieder zum Rap umarbeiten, Skulpturen ertasten, alte Schriften lebendig machen – auf viele Arten kann die Reformation auch Schülern nahe gebracht werden und auf diese Spur sollten Lehrer und Erzieher mit dem Fortbildungsangebot kommen können. Dass das Interesse daran groß ist, ließ sich allein schon an der Anzahl jener bemessen, die sich angemeldet hatten: 40 Teilnehmer war die Größenordnung, die sich die Organisatorinnen Susanne von Stemm und Christiane Weppner gewünscht hatten und die sie auch bekamen. Die Teilnehmer bekamen im Gegenzug Vorträge, Workshops, Literaturempfehlungen und viele Anregungen, wie sie das Thema Reformation auch jungen Menschen schmackhaft machen können.

 Text und Fotos: Beate Ney-Janssen
Beides darf lediglich zu privaten Zwecken herunter geladen werden und keinesfalls auf Facebook oder in andere soziale Netzwerke gestellt werden.


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Diakoniewoche in der Arche

In dem ev. Kindergarten „Arche“ in Stolzenau wuseln die Kinder auf dem Freigelände durcheinander. Alle sind aufgeregt, denn gleich kommen Eltern und Geschwister, um mit Ihnen einen Gottesdienst zu feiern. Vier Jungen haben sich auf eine Bank gestellt und singen fröhlich immer wieder den gleichen Liedausschnitt. „Da fallen Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.“ Dabei machen sie Handbewegungen, die sie mit ihren Erzieherinnen eingeübt haben. Und dann beginnt der Gottesdienst. Pastor Karsten Gelshorn begrüßt die Anwesenden und erklärt, was nun passieren wird. Auch Kreiskantor Andre Hummel ist gekommen und stimmt mit seinem E-Piano das erste Lied an. Die Kinder singen kräftig mit, wer kann bewegt die Hände so wie eingeübt. Von den Erzieherinnen hat Adriane Elbracht ein Erzähltheater aufgebaut, das sie nun öffnet. Anhand vieler großer Bilder berichtet sie den Kindern von einem Menschen, der von Räubern überfallen und geschlagen wird. Viele Menschen gehen an dem Verletzten vorbei, aber ein Fremder nimmt sich des Mannes an und bringt ihn in eine Herberge. Nach dieser eindrücklichen Geschichte singen alle Anwesenden das Diakonielied. Das anschließende Vaterunser beten die Kindergartenkinder in der Gebärdensprache. Pastor Gelshorn spricht den Segen und dann ist der Gottesdienst vorbei.

Der Diakoniebeauftragte des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum Pastor Ingo Krause bedankt sich bei den Kindern für die anregende Stunde und fragt, ob sie denn auch schon einmal einem Menschen geholfen haben. Kaum einer, der sich da nicht eifrig meldet. Er dankt auch der Kindergartenleiterin Marina Dubro und ihrem Team für den Einblick in die religionspädagogische Arbeit des Kindergartens und dann zieht der Duft von frischgebackenen Waffeln alle in seinen Bann.

Text und Foto: Pastor I. Krause


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Bild: KK Stolzenau-Loccum

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Gospelchor St. Martin feiert Abschied in der Stiftskirche zu Loccum

Letztes Konzert unter Leitung von Imke Marks am Sonntag in der Klosterkirche Loccum

 Bereits im Januar hatte Chorleiterin Imke Marks bekannt gegeben, dass sie aufgrund ihrer vielen musikalischen Aktivitäten in und um Hannover die Leitung des Gospelchores abgeben werde.

Das schon seit langem geplante Konzert in der Klosterkirche in Loccum am kommenden Sonntag im Rahmen der Reihe „Musik zur Einkehr“ wird nun der krönende Abschluss einer nahezu achtjährigen gemeinsamen Arbeit.

 Viele kleine und größere Glanzlichter konnte der Chor in den letzten Jahren in und um Nienburg setzen. Die Arbeit von Kirchenmusikerin Imke Marks mit dem Chor war maßgeblich darauf ausgerichtet, musikalische Professionalität und Verkündigung mit einer grundlegenden und ansteckenden Fröhlichkeit zu verbinden. Mit ihrer nahezu unbändigen Energie und sehr viel Herzblut und Engagement hat Imke Marks in all den Jahren den Chor zu dem gemacht, was er heute ist. Dankbar und fröhlich blickt der Chor auf die letzten acht Jahre gemeinsamer Arbeit zurück.

 Diese vergangenen acht Jahre wird der Gospelchor nun in einem Abschlusskonzert bündeln und mit und für Imke Marks ein buntes und quirliges Abschiedskonzert geben.

Im Mittelpunkt steht das Werk „Kyrie – A Gospel Mass“ von Stephen Zebe  – eine Vertonung des englischen Messtextes mit einem modernen und kraftvollen Sound. Daneben wird es einen Streifzug durch das Repertoire des Chores geben.

 Auch in diesem besonderen Konzert wird die Band „Coffee Break“ den Chor professionell und mit großem Einfühlungsvermögen begleiten. „Coffee Break“ hat jedes Konzert des Chores zu etwas Besonderem gemacht.

 Der Gospelchor St. Martin würde sich freuen, wenn auch viele Nienburger nach Loccum kämen, um Chorleiterin Imke Marks zu verabschieden. Die „Musik zur Einkehr“ beginnt am Sonntag, 11.09. um 17:30 Uhr in der Stiftskirche des Kloster Loccum. Der Eintritt zu diesem Konzert kostet 7,- €.

Text: M. Merkel
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Bild: Jens Schulze

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Kirchenkreis-Männersonntag in Landesbergen

Wann?
23.10.2016, 14:00 Uhr
Was?
Medium
Bild: Coastdriver/Pixelino
Die Männer der Kirchengemeinde Landesbergen richten in diesem Jahr den Kreismännersonntag aus. Pastor Andreas Dreyer teilt mit, dass Pastor Edzard Siuts aus Rodewald als Gastreferent von seiner Zeit im Auslandspfarramt in Kolumbien berichtet:

Kolumbien - ein schrecklich-schönes Land

Sechs Jahre hat Pastor Siuts in Kolumbien eine deutsche Gemeinde betreut. Er kann viel von Land und Leute berichten.
Einige Herren werden Pastor Siuts noch aus seiner Zeit kennen, in der er die Kirchengemeinde Schinna mitbetreut hat.

Bewirtet werden die Männer gegen eine kleine Spende mit Kaffee und Kuchen.

Um 17 Uhr endet der Nachmittag mit einem Abschlussgottesdienst in der Kirche.

Die Kirchengemeinde Landesbergen und die Superintendentin freuen sich über viele Teilnehmer und bitten um Anmeldung im Pfarramt in Landesbergen unter der Tel.-Nr. 05025/6358.
Wo?
EV. Gemeindehaus Landesbergen
Kirchplatz 2
31628 landesbergen
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Kirchenkino in Lavelsloh

Die Frauen der Kreis Arbeitsgemeinschaft des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum hatten zum Kirchenkino in das Gemeindehaus nach Lavelsloh eingeladen. Knapp 40 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt und sahen bei Popcorn  und Getränken den Film „The Best  Exotic Marigold Hotel“ . Ein Film, der viele lustige Momente, aber auch sehr ernsthaft das Thema „Älter werden“ behandelte. Die fast zwei Stunden vergingen im Fluge und der anschließende Austausch untereinander brachte noch viele Beobachtungen und Anregungen ins Gespräch.

Ein gemeinsames Lied und Gebet und noch einmal der Hinweis auf die Fahrt zur Gedenkstätte in Ahlem (es kann sich noch angemeldet werden) am 17. Sept. rundeten diesen Filmabend ab.

Foto und Bericht: Gertrud Märtens

Bild: KK Stolzenau-Loccum

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Kindergottesdiensttag in Stolzenau

Wann?
17.09.2016, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Was?
Medium
Bild: KK Stolzenau-Loccum
Zum Kindergottesdiensttag am 17. September lädt der Kirchenkreis Stolzenau-Loccum alle Kinder ab 6 Jahre in die Regenbogenschule nach Stolzenau ein. Er findet statt unter dem Motto „Musik – ein Geschenk Gottes“. Dank der Förderung durch die Musikstiftung des Kirchenkreises stellen am Nachmittag erfahrene Musiker ihre Instrumente (Posaunen, Trommeln und Handglocken) vor, die auch von den Kindern ausprobiert werden können. Außerdem wird gesungen und getanzt. Am Vormittag werden in verschiedenen Workshops eigene Instrumente gebastelt, die alle im Abschlussgottesdienst erklingen sollen. Der Kindergottesdiensttag beginnt um 10 Uhr und endet um 17 Uhr. Um Anmeldung bis zum 9. September, die in den jeweiligen Pfarrämtern erfolgen kann, wird gebeten. Der Kostenbeitrag beträgt 6 Euro.
Wo?
Regenbogenschule
Hinter dem Damme
31592 Stolzenau
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„Neun deutschen Arien“ in der Einkehr

Wann?
04.09.2016, 17:30 Uhr
Was?
Medium
Bild: Anja Steinert
In der „Musik zur Einkehr“ am kommenden Sonntag, dem 4. September um 17.30 Uhr im Kloster Loccum singt Anja Steinert aus Händels „Neun deutschen Arien“.

Begleitet wird sie von Tonka Angheloff, Violine, Annabell Rindfleisch, Flöte und Michael Merkel, Orgel.

Komponiert hat Georg Friedrich Händel seine „Neun deutschen Arien“ in den Jahren 1724 bis 1727. Musikalisch entstanden die Arien im Stil der Empfindsamkeit, am Übergang vom Barock zur Klassik. Manche der Arien haben einen gewissen Bekanntheitsgrad, so „Singe, Seele, Gott zum Preise“ und „Meine Seele hört im Sehen“.

Anja Steinert, geboren in Hannover war Mitglied, Solistin und später Ausbilderin im Mädchenchor Hannover. Sie studierte in Hannover für das Lehramt an Gymnasien und in Mannheim Gesang bei Professorin Doris Denzler.
Sie ist Diplom-Gesangspädagogin und Opernsolistin und war zuerst am Volkstheater Rostock und seit 2008 am Theater Freiburg tätig.

Tonka Angheloff hatte Unterricht beim damaligen Konzertmeister der Bamberger Symphoniker,
Takaya Urakawa, danach Studium in Augsburg und München bei Professor Rudolf Koeckert (Konzertmeister der Bamberger Symphoniker und 1. Konzertmeister des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Primarius des international renommierten Koeckert -Quartetts). Reiche kammermusikalische Konzerttätigkeit mit Musikern des Rundfunksymphonieorchesters überwiegend im süddeutschen Raum, Orchestertätigkeit, Pädagogin für Einzel- und Gruppenunterricht.

Annabell Rindfleisch studiert in Hannover Flöte.

Michael Merkel ist seit 2008 Stiftskantor am Kloster Locucm.

Der Eintritt beträgt 7 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sind frei.
www.kirchenmusik-loccum.de
Foto: Anja Steinert
Wo?
Stiftskirche
Kloster
31547 Rehburg-Loccum
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Sie werden gebraucht und erwartet

Am vergangenen Wochenende feierten neunzehn angehende LektorInnen der Kirchenkreise Nienburg und Stolzenau-Loccum ihren Abschluss der ersten Ausbildungsetappe, des halbjährigen Lektorenkurses unter der Leitung von Pastor Joachim Diestelkamp und Pastor Edzard Siutz. Dies geben die Kirchenkreise Stolzenau-Loccum und Nienburg in einer Pressemitteilung bekannt. Nun folgt eine Mentoratsphase in der jeweiligen Ortsgemeinde, bevor die neuen LektorInnen feierlich eingeführt werden.

„Warum ich mich entschlossen habe, am Lektorenkurs teilzunehmen?“ Michèle Gaunitz überlegt kurz, dann sagt sie: „Eine Freundin von mir hat das vor einiger Zeit gemacht, und ich habe immer gedacht, das wäre auch was für mich. Ich bin schon lange in der Kirchengemeinde Steyerberg bei Wochenschlussandachten und anderen Aktivitäten engagiert. Und ich hatte einfach Lust, mehr darüber zu erfahren, wie man einen Gottesdienst plant und leitet. Als dann der Kurs direkt hier in unseren Kirchenkreisen angeboten wurde, habe ich sofort gewusst, dass ich da mitmachen will.“ Nicht alle waren sofort so überzeugt. Einige brauchten etwas Überredung von außen, doch am Ende waren es neunzehn Frauen und Männer jeden Alters, die sich für den Kurs der Pastoren Diestelkamp und Siutz anmeldeten. Ein halbes Jahr lang haben sie zusammen gelernt, haben sich in regelmäßigen Abständen zum Unterricht getroffen – und es gab viel zu lernen. „Das war schon ganz schön viel, was da auf uns eingeprasselt ist“, lacht Heike Köster aus Liebenau. „Das konnte man gar nicht alles auf einmal behalten, unmöglich! Aber ich merke jetzt trotzdem, dass ich Gottesdienste ganz anders erlebe. Da schaut und hört man schon noch genauer hin als vorher.“ An dem Kurs hat sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten teilgenommen, und beide sind sich einig, dass die Ausbildung auf einem hohen Niveau stattfand. Immer wieder wurden im Laufe des Abschlussabends sowohl Pastor Edzard Siutz als auch Pastor Joachim Diestelkamp für ihren Einsatz und die gute Arbeit als Kursleiter gelobt.

Auch Superintendentin Dr. Ingrid Goldhahn-Müller aus Stolzenau-Loccum und Superintendent Martin Lechler aus Nienburg waren an diesem Abend nach Estorf gekommen, um den Kursabsolventen zu gratulieren und ihnen die Zertifikate zu überreichen. „Sie werden gebraucht und erwartet“, sagte Goldhahn-Müller in ihrer Ansprache, „auch, weil Sie ihre eigenen Glaubens- und Lebenserfahrungen mit in unsere Gottesdienste einbringen. Wir freuen uns auf Sie!“

Die AbsolventInnen des Lektorenkurses 2016 sind: Bärbel Augurzky, Gerd Bartling, Inge Branding, Dirk Bruns, Renate Claus, Lianne Deke, Astrid Deterding, Barbara Deutschmann-Peters, Michèle Gaunitz, Sandra Grosse, Dieter Klante, Heike Köster, Reinhard Krüger, Andrea Loskot, Kurt Konrad Posselt, Felix Schliephake, Hanna Siemann, Rudolf Stelzer, Iris Wesling

Text und Foto: Pn. Melanie Logemann
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Bild: Pn. M. Logemann

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Kirchliche Ehrenamtliche feiern Festtag in Hannover

Hannover. Über 4.000 Besucherinnen und Besucher begrüßte Landesbischof Ralf Meister beim Ehrenamtlichentag, zu dem die Evangelisch-lutherische Hannovers am Samstag, dem 27. August 2016, nach Hannover eingeladen hatte. Auch aus dem Kirchenkreis Stolzenau-Loccum hatten sich Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeitende auf den Weg  gemacht. Auf dem Messegelände verbrachten sie unter dem Motto „… von Herzen“ einen Tag mit Vorträgen, Workshops, einem Markt der Möglichkeiten, Bühnenshows und einem großem Abendmahlsgottesdienst.

 „Das Schönste ist unsere Gemeinschaft! Deshalb haben wir Sie heute eingeladen! Sie halten in Ihren Gemeinden diese Gemeinschaft aufrecht durch all die ehrenamtliche Arbeit, die Sie tun!“ sagte Landesbischof Ralf Meister in seiner Bibelarbeit. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen im vergangenen Jahr wäre wieder deutlich geworden, wie unverzichtbar das Ehrenamt auch für die Gesellschaft insgesamt sei, so Meister weiter. „Da haben die Menschen Herz gezeigt.“

 „Es ist wie ein kleiner Kirchentag,“ sagte viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich ihr individuelles Programm aus einer Vielzahl von thematischen Workshops, Vorträgen, Informationsständen, Bühnenprogrammen und sportlichen Aktivitäten zusammenstellten: Goldschürfen bei der Evangelischen Jugend, in einem Scriptorium in asiatischen Bibeln blättern, in einem „Kirchen-Baumarkt“ shoppen oder Informationen zum Reformationsjubiläum aus erster Hand erhalten. An Themeninseln konnten die Besucherinnen und Besucher mit Expertinnen und Experten über aktuelle Fragen der Integration schutzsuchender Menschen ins Gespräch kommen. Und unter freiem Himmel probierten sich viele Gäste im Bungee-Trampolin oder im Mini-Golf.

 „Wir feiern heute und wir feiern das Reformationsjubiläum im nächsten Jahr“, betonte Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum im Hauptvortrag des Ehrenamtlichentages. „Das heißt ja nicht, dass es nur Feuerwerk und Luftballons gibt. Feiern schließt Nachdenken nicht aus.“ Trotz Freude am Feiern und am Nachdenken sei Vorsicht geboten, sagte Käßmann. Über die Jahrhunderte sei Luther von immer wieder neuen Ideologen interpretiert und vereinnahmt worden. 2017 werde das anders laufen: „Ich bin überzeugt, es wird keinen Kult um Luther geben.“ Der Protestantismus in Deutschland und das Luthertum weltweit seien souverän genug, die Schattenseiten ihres großen Vorbildes nicht auszublenden sagte die Theologin im Blick etwa auf die judenfeindlichen Äußerungen Martin Luthers. 

 In der Predigt im Abendmahls-Gottesdienst am Nachmittag nahm Annette Kurschus, leitende Geistliche der westfälischen Landeskirche, das Motto „von Herzen“ noch einmal auf. Das Wort Gottes sei dem Herzen ganz nah. „Heute haben wir´s erlebt. Wie der Glaube leicht ist - und das Herz erfüllt. Das Messegelände tönt von Musik und Gesang, die Köpfe stecken voller erstaunlicher Gedanken. Neue Ideen warten darauf, ausprobiert zu werden.“ Viele Menschen würden sich in unterschiedlichen Bereichen der kirchlichen Arbeit engagieren. „Wie wenig ginge in unserer Kirche, wie wenig ginge in unserem Land ohne solche Menschen,“ sagte Kurschus, die auch stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

 Die gemeinsam Feier des Abendmahls bildete den Schlusspunkt des dritten Ehrenamtlichentages der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. "Es war richtig schön und bestärkend. Ich nehme viel mit und fahre glücklich und sehr erschöpft nach Hause," fasste eine Teilnehmerin ihre Eindrücke vom Tag zusammen.


Bild: Landeskirche Hannovers

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